Geberit

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Geberit AG
Geberit-Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0030170408
Gründung 1874
Sitz Rapperswil-Jona, Schweiz [1]
Leitung Albert M. Baehny
(CEO)
Albert M. Baehny
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 6'183 (30. Juni 2012)
Umsatz 2,122 Mrd. CHF (2011)
Branche Sanitärtechnik
Website www.geberit.com

Die Geberit AG ist ein weltweit tätiger Konzern[2] im Sanitärbereich mit rund 6000 Mitarbeitern (davon in Deutschland rund 2270) in 41 Ländern und Konzernsitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz.

Geschichte

Firmensitz in Jona (SG)

Das Unternehmen wurde 1874 von Caspar Melchior Albert Gebert in Rapperswil in der Schweiz gegründet.[3] In seinem Installationsbetrieb stellte er im Jahr 1900 einen Spülkasten aus Holz her. Durch diese Idee und Weiterentwicklungen im Bereich der WC-Keramik in England konnten Toiletten in Häusern installiert werden. Im Jahr 1905 wurden die Spülkästen bereits in Serie gefertigt.[3] 1952 wurde der erste Spülkasten aus Kunststoff eingeführt.[4]

Von den weltweit 15 Produktionswerken von Geberit ist die im baden-württembergischen Pfullendorf 1955 gegründete Geberit GmbH mit rund 1.500 Mitarbeitern[2] das mit Abstand größte Werk im Ausland.[3] Um das Schweizer Unternehmen in Pfullendorf ansiedeln zu können, baute die Stadt Pfullendorf das Firmengebäude, das Geberit fünf Jahre später kaufte.[2] Hier wird heute das komplette Spülkastenprogramm gefertigt.[3] Geberit ist einer der größten Gewerbesteuerzahler der Stadt.[5]

2002 wurde in Pfullendorf ein Hochregallager mit sieben vollautomatischen Fahrstraßen gebaut. Über 14 Rampen werden hier Lastwagen beladen. Der Versand mit der Bahn wurde 2002 eingestellt.[3] Im Januar 2010 kam zu dem bereits in Pfullendorf befindlichen Logistikzentrum ein neues hinzu, welches die komplette europäische Logistik abwickelt. Es beliefert die rund 5.000 Vertriebshändler weltweit.[2] Für den Bau des 27 Millionen Euro teuren und 35 Meter hohen Hochregallagers wurden 1500 Tonnen Baustahl verbaut, 28.000 Kubikmeter Erde bewegt und insgesamt 38.000 Quadratmeter Fläche überbaut.[6] Die beiden Hochregallager verfügen über 51.000 Palettenplätze. Durchschnittlich erreichen und verlassen täglich 150 vollbeladene Lastwagen Pfullendorf.[2]

Produktionsstandorte

Geberit betreibt vier Produktionsstandorte in Deutschland:

  • Pfullendorf, Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg (1.470 Mitarbeiter, Auf- und Unterputz-Spülkästen, Vertrieb und Logistik)
  • Langenfeld, Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen (510 Mitarbeiter, Pressfitting-Systeme aus Edelstahl, C-Stahl und Kupfer)
  • Lichtenstein, Landkreis Zwickau, Sachsen (300 Mitarbeiter, Rahmenkonstruktionen aus Metall)
  • Weilheim in Oberbayern, Landkreis Weilheim-Schongau, Bayern (50 Mitarbeiter, Installations-Bausteine aus Silikatschaum)

Produkte

Geberit-Produkte sind in über 100 Ländern weltweit anzutreffen.[2]

  • Sanitärsysteme: Installationssysteme, Spülkästen und Innengarnituren, Armaturen, Spülsysteme und Apparateanschlüsse
  • Rohrleitungssysteme: Hausentwässerungssysteme, Versorgungssysteme
  • Geberit AquaClean (Nachfolgegeneration des Dusch-WC Balena)

Umsatz

Seit 1999 ist das Unternehmen an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Geberit wurde im November 2004 in den neuen SMI MID Performance Index (SMIM) aufgenommen. Die Aktien von Geberit sind zudem im Swiss Leader Index (SLI) enthalten. Seit dem 14. Juni 2012 sind die Aktien im Swiss Market Index (SMI) enthalten.[7]

Im Wirtschaftsjahr 2010 erwirtschaftet die Geberitgruppe einem Umsatz von 2,146 Milliarden Schweizer Franken (2009: 2,181 Milliarden[3]). Die operative Cashflow-Marge liegt dabei bei rund 26 Prozent.[8] 2009 wurden 92 Prozent des Gesamtumsatzes in Europa erwirtschaftet. Mit einem Marktanteil von einem Drittel war Deutschland für Geberit der wichtigste Markt.[3]

Einzelnachweise

  1. Eintrag der «Geberit AG» im Handelsregister des Kantons St. Gallen
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Siegfried Volk (siv): Die faszinierende Welt des Spülkastens. In: Südkurier vom 31. Juli 2010
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Sandra Häusler (sah): “Geberit - das ist ein Stück Heimat”. In: Südkurier vom 3. September 2007.
  4. Daniel Zulauf. Mit Pissoirs und WC-Schüsseln an die Weltspitze. Basler Zeitung, 23. Juli 2012.
  5. Siegfried Volk (siv): Das wirtschaftliche Fundament wird breiter. In: Südkurier vom 12. Juli 2007.
  6. Siegfried Volk (siv): Stahlgerüst des neuen Hochregallagers wächst in den Himmel. In: Südkurier vom 11. November 2008.
  7. Indexanpassungen anlässlich der Dekotierung von Synthes N. In: SIX vom 6. Juni 2012 (PDF-Datei).
  8. Siegfried Volk (siv): Geberit meldet erfolgreiches Geschäftsjahr 2010. In: Südkurier vom 14. Januar 2010.

Weblinks

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