Beiersdorf AG

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Beiersdorf AG
Logo der Beiersdorf AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005200000
Gründung 28. März 1882
Sitz Hamburg, Deutschland

Leitung

  • Stefan F. Heidenreich, Vorstandsvorsitzender
  • Reinhard Pöllath, Aufsichtsratsvorsitzender
Mitarbeiter 17.666 (Dezember 2011)[1]
Umsatz 5,633 Mrd. € (2011)[1]
Branche Konsumgüterproduktion
Website www.beiersdorf.de
Stand: 31. Dezember 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011
Werkeinfahrt Hamburg-Hausbruch

Die Beiersdorf AG ist ein börsennotierter weltweit tätiger deutscher Konsumgüterkonzern mit Sitz in Hamburg-Eimsbüttel, der sich im Mehrheitsbesitz der maxingvest ag, eines Holdingunternehmens der Familie Herz, befindet. Unter anderem gehören Marken wie Nivea, Tesa, Labello und Hansaplast zur Beiersdorf AG.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1882 vom Apotheker Paul Carl Beiersdorf in Hamburg gegründet und 1890 von Oscar Troplowitz übernommen. Die Geschichte von Beiersdorf beginnt mit einem Patent des Hamburger Apothekers Paul C. Beiersdorf vom 28. März 1882. Darin wird ein von ihm entwickeltes, neuartiges Verfahren zur Herstellung von medizinischen Pflastern beschrieben. Dieses Datum gilt als das Gründungsdatum des Unternehmens Beiersdorf.

Troplowitz brachte 1911 die erste stabile Fett- und Feuchtigkeitscreme der Welt unter dem Namen Nivea auf den Markt, nachdem er bereits 1906 eine weiße Seife verkauft hatte.

Am 1. April 2001 wurde mit BSN medical eine eigenständige Tochtergesellschaft mit Sitz in Hamburg gegründet. Als Joint Venture von Beiersdorf (Hamburg) und Smith & Nephew (London) agierte BSN medical auf dem Geschäftsfeld der Wundversorgung, Orthopädie und Phlebologie. BSN Medical beschäftigte 2004 in Deutschland 350 und weltweit 3.400 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug 504 Millionen Euro und das operative Ergebnis 70 Millionen Euro. Zum Frühjahr 2006 wurde BSN medical für 1,03 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft Montagu Private Equity verkauft.

2003 erfolgte mit der Gründung der Beiersdorf Shared Services GmbH (BSS) die Auslagerung der IT- und Rechnungswesen-Abteilungen in ein weiteres Tochterunternehmen. Die BSS fungiert dabei als interner IT- und Accounting-Dienstleister und Partner der gesamten Beiersdorf-Gruppe und handelt als eigenständiges Unternehmen. Am Hauptsitz in Hamburg arbeiten derzeit 275 Mitarbeiter, weltweit insgesamt über 350.

Im selben Jahre endete eine zweijährige Übernahmeschlacht. Die Beteiligung des Kaufinteressenten und Konkurrenten Procter & Gamble konnte durch eine sogenannte Hamburger Lösung verhindert werden. Ein Konsortium unter Führung der Tchibo Holding AG (jetzt maxingvest ag) kaufte von der Allianz 19,6 Prozent der Aktien und stockte seinen Anteil damit auf 49,9 Prozent auf, während die Allianz 3,6 Prozent behielt. Die der Stadt Hamburg gehörende HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH erwarb weitere 10 Prozent der ehemaligen Anteile der Allianz und veräußerte diese nach rund drei Jahren wieder. 7,4 Prozent kaufte Beiersdorf selbst zurück, drei Prozent gingen zudem an die Beiersdorf-Pensionskasse (Troma Alters- und Hinterbliebenenstiftung).[2] Zuvor hatte die Hamburger Politik befürchtet, Procter & Gamble könnte das Unternehmen ausbluten lassen und lediglich die Marken verwerten, nachdem der US-amerikanische Konzern die nötigen 75 % der Anteile zur Restrukturierung eines Unternehmens u.a. durch den Ankauf der Allianz-Anteile erworben hätte. Im Juni 2009 gab die Allianz an, ihren Anteil von zuletzt 7,2 auf 2,88 Prozent verringert zu haben.[3]

Die 1984 vollständig übernommene Seifenfabrik Hirtler im südbadischen Heitersheim wurde im Zuge der Umstrukturierungen des Konzerns zum Jahreswechsel 2006/2007 verkauft, das Werk blieb jedoch weiterhin Zulieferer der Produktlinie Feinseifen [4] [5] [6] [7].

Am 22. Dezember 2008 wurde die Beiersdorf AG in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen.

Konzernstruktur

Eines der bekanntesten Produkte von Beiersdorf: Die Nivea Creme

Die Beiersdorf AG mit ihren zwei Unternehmensbereichen Consumer und tesa (seit 2001 eigenständiger Teilkonzern) ist als Dachmarke Hersteller zahlreicher Markenprodukte und Kosmetikprodukte, darunter Nivea, Labello, Hansaplast, Eucerin, Florena, 8x4, atrix oder tesa. Außerdem gehört die La Prairie Group zu 100 % der Beiersdorf AG.[8] Weiterhin stellt Beiersdorf verschiedene Körperpflegeprodukte her (Basis PH, Doppel Dusch, Gammon).

Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass sich das Unternehmen im Rahmen einer neuen Markenstrategie von den Marken Juvena und der Haarpflegeprodukte von Marlies Möller trennt. Beide Marken werden von der österreichischen Troll Cosmetics weitergeführt.[9]

Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, weitere deutsche Standorte sind Baden-Baden, Berlin, Emmerich am Rhein, Hannover, Offenburg und Waldheim. Der Standort in Wien wird als Zentrale für Mittel- und Osteuropa ausgebaut.

Literatur

  • Katrin Cura: Von der Apotheke zur chemischen Fabrik - 125 Jahre Beiersdorf. Naturwissenschaftliche Rundschau 60(11), S. 579–581 (2007), ISSN 0028-1050

Weblinks

 <Lang> Commons: Beiersdorf AG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Beiersdorf AG: Geschäftsbericht 2011. Abgerufen am 5. Mai 2012 (PDF).
  2. Hamburger Abendblatt: Sieg für Hamburg: Tchibo und Stadt kaufen Beiersdorf. 24. Oktober 2003, abgerufen am 8. September 2009.
  3. Die Welt: Allianz reduziert Anteil an Beiersdorf-Konzern. 27. Juni 2009, abgerufen am 8. September 2010.
  4. Pressemitteilung Beiersdorf AG: Beiersdorf plant Verkauf der Seifenfabrik Hirtler. 19. Juli 2006, abgerufen am 5. August 2012.
  5. Pressemitteilung Beiersdorf AG: Seifenfabrik Hirtler GmbH, Heitersheim, in neuen Händen. 16. Februar 2007, abgerufen am 5. August 2012.
  6. Badische Zeitung: Schlechte Zeiten, gute Zeiten. 16. Juni 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  7. Badische Zeitung: Chemie verbunden mit Technik. 27. Juli 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  8. ParfumDEAL: La Prairie. Abgerufen am 25. April 2012.
  9. Janotta, Anja: Beiersdorf stößt Juvena und Marlies Möller ab. 20. Dezember 2010, abgerufen am 20. Dezember 2010.
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